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Der Begriff "Auto-ID" wird in Fachkreisen als Abkürzung für die Technologie des automatischen Identifizierens verwendet.
Die Technologie soll es ermöglichen, gekennzeichnete Objekte automatisch zu erkennen. Die heute gängigen Technologien sind:
Der Strichcode ist das wohl bekannteste Identifikationssystem. Es findet sich auf praktisch allen vom Detailhandel vertriebenen Produkten und verbessert die Logistikprozesse bis hin zum Abverkauf an den Scanningkassen.
Der Strichcode besteht aus einer Folge von Strichen und Lücken. Darin sind Buchstaben, Symbole, oder Ziffern verschlüsselt. Die Striche und Lücken bestehen aus einzelnen Modulen (schmalstes Element eines Strichcodes) und sind immer das ein oder mehrfache davon. Diese Regelung darf auch bei einer Skalierung des Strichcodes nicht geändert werden.
Die Strichcode werden in drei Gruppen unterteilt:
Die linearen Strichcode (auch 1-dimensional oder 1D genannt), sind die heute am meisten verbreiteten Strichcode. Speziell im Detailhandel treffen wir sie auf fast allen Produkten an. Sie erleichtern dort den Kassiervorgang. Der Handel nutzt den Strichcode aber nicht nur an der Kasse, sondern über die gesamten Logistikprozesse hinweg. Im Gegensatz zur Auszeichnung der Verkaufseinheiten mit dem EAN 8 / 13 für den Konsumenten, handelt es sich in der Logistik um andere Strichcode (z.B. EAN 128). Die unterhalb des Strichcodes verwendete Schrift ist theoretisch mit Maschinen lesbar (OCR-B-Schrift). Dafür ist sie aber nicht vorgesehen. Sie dient nur als Informationsträger für Notfälle.
Die gestapelten Strichcode (auch "stacked" Code genannt) sind mehrzeilige Strichcode (2D). Auch dieser Typ besteht aus Balken und Lücken, diese sind aber auf mehreren Zeilen dargestellt. Im Normalfall haben Sie ein gemeinsames Start-/Stoppzeichen. Diese Strichcode eignen sich, um sehr viele Informationen zu speichern. Damit ist es möglich, einen Lieferschein, die Krankengeschichte eines Patienten oder andere zeichenintensive Informationen zu verschlüsseln und diese auf Etiketten, Ausweisen usw. auszudrucken. Je nach der gewählten Sicherheitsstufe, kann das Identifizieren auch bei teilweise stark beschädigten Etiketten, immer noch einwandfrei erfolgen. Je grösser die gewählte Sicherheitsstufe, desto grösser die beanspruchte Etikettenfläche.
Die Matrix Code gehören ebenfalls zu den 2D Coden wie die Stacked Code. Auch bei diesen Codes liegt das Hauptaugenmerk auf grossen Datenmengen. Die Sicherheit kann nach Bedarf erhöht werden. Je nach Code und Security-Level kann bei einem Code bis zu 75 % der Fläche zerstört sein und man kann ihn immer noch einwandfrei identifizieren.
Unter OCR (Optical Character Recognition) versteht man maschinenlesbare Zeichen. Diese sind auch für Menschen lesbar. Wenn dies wichtig ist, verwendet man die OCR-B-Schrift. Wenn die Maschinenlesbarkeit Priorität hat, dann die OCR-A-Schrift. Typische Anwendung ist der Einzahlungsschein.
RF-ID-Transpondersysteme sind elektronische Datenträger. Je nach Transponder-Typ können diese beschrieben und/oder gelesen werden. Im Transponder (Tag) ist ein Chip als Datenträger eingebaut. Durch die Verwendung von elektromagnetischen Feldern wird der Chip beschrieben oder es werden die Daten ausgelesen. Die RF-ID-Technologie kann auch mit Strichcode-Etiketten kombiniert werden. Anwendungsgebiete sind die Logistik, Auszeichnung von Tieren, Kleidern usw. Die Technologie wird mehrheitlich dort eingesetzt, wo langfristiger Einsatz geplant ist oder auch spezielle Umwelteinflüsse den Einsatz von konventionellen Identifikationstechnologien wie Strichcode erschweren oder verunmöglichen.
Biometrische Identifikationsverfahren werden im Zusammenhang mit Lebewesen eingesetzt. Dabei werden individuelle, unverwechselbare Körpermerkmale identifiziert (Fingerabdruck, Iris). Diese Verfahren werden speziell für Zutrittskontrollen zu Sicherheitszonen in Gebäuden verwendet.